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		<title>Fußball und Videoüberwachung: Reger Datentransfer zwischen der Deutschen Bahn AG und der Bundespolizei</title>
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		<pubDate>Fri, 24 May 2013 15:21:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[In den letzten Tagen sind zwei bemerkenswerte Vorgänge offenbar geworden, die die Frage aufkommen lassen, wie es mit der Beziehung zwischen Polizeibehörden und Wirtschaftsunternehmen bzw. deren Austausch von personenbezogenen Daten steht. Es geht um die Bundespolizei und um die Deutsche Bahn AG. &#160; 1. Überwachung von Fußballfans Aus einem Blogbeitrag auf www.publikative.org, einem von der [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Tagen sind zwei bemerkenswerte Vorgänge offenbar geworden, die die Frage aufkommen lassen, wie es mit der Beziehung zwischen Polizeibehörden und Wirtschaftsunternehmen bzw. deren Austausch von personenbezogenen Daten steht.</p>
<p><strong>Es geht um die Bundespolizei und um die Deutsche Bahn AG.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_957" class="wp-caption aligncenter" style="width: 221px"><a href="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/wp-content/uploads/2013/05/zis-informationsaustausch.png"><img class="size-medium wp-image-957" alt="zis-informationsaustausch" src="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/wp-content/uploads/2013/05/zis-informationsaustausch-211x300.png" width="211" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Deckblatt eines Vorauslage-Berichts der ZIS für die letzte Bundesliga-Spielrunde der Saison 2012/2013</p></div>
<h3>1. Überwachung von Fußballfans</h3>
<p>Aus einem <a href="http://www.publikative.org/2013/05/17/sicherheits-leak-die-vorab-berichte-der-zis-zu-den-letzten-spieltagen-der-1-2-und-3-liga/">Blogbeitrag auf www.publikative.org</a>, einem von der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Amadeu_Antonio_Stiftung">Amadeu Antonio Stiftung</a> getragenen Weblog, wird über die Datensammelwut der Bundespolizei im Rahmen der Vorberichte zu Fußball-Bundesliga-Wochenenden berichtet:</p>
<blockquote><p>&#8220;Der Aufwand, den die Polizei betreibt, um Fußballfans zu überwachen, nimmt mittlerweile Ausmaße wie in einem Überwachungsstaat an. Zu jedem Spiel der 1., 2. und 3. Liga werden die Anfahrtswege der Auswärtsfans ausgeforscht und diese Daten gesammelt. Zehntausende Fans der Kategorie A stehen somit jede Woche im Fokus, wie ein internes Dokument belegt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die so genannten Vorauslage-Berichte der umstrittenen ZIS, der (<a href="http://www.devianzen.de/2013/02/12/zis-stellt-sich-dumm/">ziemlich wortkarten</a> und zudem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zentrale_Informationsstelle_Sporteins%C3%A4tze#Kritik">umstrittenen</a>) Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze, die bundesweit für die Sammlung von Informationen über die Fußballfanszene zuständig ist, sind in ihrer Ausführung für den letzten, den 34. Spieltag vom vergangenen Wochenende sowohl für die erste als auch für die zweite Bundesliga an die Fanszene geraten und genauer untersucht worden und liegen hier vor.</p>
<p>Publikative.org dazu:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die uns vorliegenden Berichte offenbaren eine erstaunliche Sammel- und Erfassungswut der Behörden im Hinblick auf die Anreisewege von Fußballfans zu den Spielorten. Vor allem aber werden mehrheitlich Fans in den Lageberichten erfasst, die selbst nach Einschätzung der Polizei zur “Kategorie A” gehören – also noch nicht mal “anlassbezogen” als gewalttätig einzustufen sind.&#8221;</p></blockquote>
<p>Aber woher hat die Bundespolizei die zum Teil sehr detaillierten Informationen über die Reisewege fußballbegeisterter Fans, die den Eindruck machen, als betreibe da jemand eifrig eine Sammlung von Bewegungs- oder Reisedaten? Der Blogbeitrag zeichnet drei denkbare Möglichkeiten:</p>
<p style="padding-left: 30px;">1. Eine systematische Erhebung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten bei der Deutschen Bahn AG: Informationen über Gruppenreisen und Reisende könnten demnach gesammelt und an die Polizei weitergegeben werden. Die sogenannten “Szenekundigen Beamten” (SKBs) könnten dann anhand der Namen in etwa auswerten, um welche Gruppierung es sich handeln könnte.</p>
<p style="padding-left: 30px;">2. Die SKBs durchforsten selbst systematisch Foren und andere Informationskanäle und prüfen dann ihrerseits entsprechende Bahnbuchungen.</p>
<p style="padding-left: 30px;">3. Es handelt sich um Informationen, die von in der Fußballfanszene eingeschleusten V-Leuten stammen.</p>
<p>Keine der drei Varianten macht froh.</p>
<p>Für einen Umgang der Daten nach Möglichkeit 1 durch die DB AG gäbe es keinerlei Rechtsgrundlage (wobei die Deutsche Bahn ja <a href="http://www.devianzen.de/2012/01/07/touchtraveltracking/">nicht unbedingt</a> als der zuverlässigste Partner in Sachen Schutz der Privatsphäre gilt), die Option 2 scheint angesichts des damit verbundenen Aufwands für die &#8220;szenekundigen Beamten&#8221; unglaubwürdig (außer, es gäbe eigens dafür eingerichtete und technisch ausgerüstete Abteilungen &#8230;) und die Unterwanderung von Szenen mit durch Steuergelder bezahlte Spitzel, wie in Variante 3 beschrieben, ist ebenso abzulehnen wie der Einsatz von V-Leuten in irgendwelchen anderen Zusammenhängen. Ich zumindest lehne so etwas kategorisch ab.</p>
<p>Wie auch immer: der bundespolizeiliche Bericht wimmelt nur so von der Nennung zahlreicher KFZ-Kennzeichen der Reisebusse, mit der jeweilige einzelne Gruppen von Fans von A nach B reisen, die Benennung von zum Teil sehr genauen Angaben der Größen von Reisegruppen mitsamt Angabe der jeweiligen Zugverbindungen, die benutzt werden.</p>
<p>Der Datenaustausch zwischen Bundespolizei und den Fußballvereinen sowie der Deutschen Bahn AG scheint bestens organisiert zu sein und es stellen sich mir Fragen:</p>
<p>Inwieweit dürfen Deutsche Bahn und die Profivereine solche zweckgebundenen Daten sammeln und weitergeben?<br />
Und erhalten diese privatwirtschaftlich organisierten Betriebe in gleichen Zusammenhängen ebenfalls persönliche Daten von so genannten &#8220;Problemfans&#8221;?<br />
Ist so ein Datensammelsystem ohne einen bidirektionalen Datenaustausch überhaupt möglich?</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_958" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/wp-content/uploads/2013/05/kotti.jpg"><img class="size-medium wp-image-958" alt="kotti" src="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/wp-content/uploads/2013/05/kotti-300x208.jpg" width="300" height="208" /></a><p class="wp-caption-text">Der Kottbusser Bahnhof in Berlin &#8211; ein Vorzeigeobjekt der DB AG mit insgesamt ca. 57 Kameras im Dienste eines Systems zur automatisierten Erkennung &#8220;abnormalen Verhaltens&#8221; &#8230; (CC-BY-SA Michael Ebeling)</p></div>
<h3>2. Videoüberwachung an Bahnhöfen</h3>
<p>Wie heute frisch vermeldet wurde, möchten die Innenminister und die eine Innenministerin von Bund und Länder dafür &#8220;sorgen&#8221;, dass die Bahnhöfe in Deutschland mit mehr Videoüberwachung ausgestattet werden. Vom medial groß verkündeten Widerstand einiger SPD-Innenminister ist offenbar nicht viel übrig geblieben.</p>
<p>Umso interessanter die Information, dass die Deutsche Bahn AG und Bundespolizei auch auf diesem Gebiet enge Zusammenarbeit und Datenaustausch pflegen.</p>
<p>So <a href="https://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Ortsgruppen/Hannover/NoCCTV-Aktionstag-2013#Deutsche_Bahn">teilte</a> das Bahnhofsmanagement der so genannten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/3-S-Zentrale">3-S-Zentrale</a> (3-S = &#8220;Service, Sicherheit und Sauberkeit&#8221;) im Hauptbahnhof Hannover mit, dass Sie zwar zahlreiche Kameras im Bahnhof installiert habe, dass sie aber nicht bereit seien, sich mit uns (angefragt hatte die hannoversche Ortsgruppe des AK Vorrat) zu einer Besichtigung und/oder Diskussion zu treffen.</p>
<p>Begründung:</p>
<p>Nur die Bundespolizei würde mit Hilfe der DB-Kameras Aufzeichnungen machen, nur die Bundespolizei würde auf diese Aufzeichnungen Zugriff haben und nur die Bundespolizei sei für den Einsatz der Videotechnik entscheidungsbefugt zuständig. Auf mich macht das den Eindruck, als könne die DB gar nichts dafür, dass in ihren Bahnhöfen so viele Kameras hängen würden.</p>
<p>Anlaß für diese Antwort war &#8211; nebenbei gesagt &#8211; eine Anfrage im Rahmen des bevorstehenden internationalen Aktionstags zur Videoüberwachung am 8. Juni. <a href="https://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Ortsgruppen/Hannover/NoCCTV-Aktionstag-2013">Neben anderen Vorhaben</a> hatte der AK Vorrat Hannover alle Betreiber größerer Videoüberwachungs-Zentralen in Hannover mit der Bitte um Besichtigung und Diskussionsgelegenheit angeschrieben.</p>
<p>Die 3-S-Zentralen betreiben auf Grundlage von Verträgen eine große Zahl von Kameras samt Aufzeichnungstechnik auf eigene Kosten. Der Bundespolizei wird der Zugriff auf Steuerung und Aufzeichnungstechnik gewährt &#8211; kostenlos. Eine interessante Konstallation.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Übrigens:</span></p>
<p>Trotz einer weiteren Nachfrage an das hannoversche Bahnhofsmanagement, dass wir durchaus Interesse an einem Treffen hätten, selbst wenn die Deutsche Bahn keine Aufzeichnungen vornimmt sondern &#8220;nur&#8221; eine &#8220;Live&#8221;-Überwachung der Bahnhofsgäste durchführt, bescherte uns kein Entgegenkommen: man unterstellte uns einfach weiterhin, dass wir uns dafür gar nicht interessieren würden &#8230;</p>
<p>Und von der von uns ebenfalls angefragten Bundespolizei haben wir noch keine Rückmeldung auf unsere Anfrage erhalten &#8230;</p>
<p><em>Dieser Beitrag gibt die persönliche Meinung von Micha wieder und ist kein offizielles Statement des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung.</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Zur Innenministerkonferenz in Hannover: Die Tagesordnung</title>
		<link>http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/2013/05/22/imk2013-tagesordnung/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 May 2013 06:16:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu der ab heute abend bis Freitag in Hannover stattfindenden Konferenz der Innenminister*innen aus Bund und Länder sind nun sowohl die Tagungsorte als auch die Tagesordnung des Treffens bekannt geworden. Im Nachfolgenden die geplanten Themen des Treffens: TOP 1: Bericht über den Sachstand im NPD-Verbotsverfahren TOP 2: Bericht des Bundesministers des Innern zur Sicherheitslage TOP [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/wp-content/uploads/2013/05/cebit13-friedrich.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-952" alt="cebit13-friedrich" src="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/wp-content/uploads/2013/05/cebit13-friedrich-289x300.jpg" width="289" height="300" /></a></p>
<p>Zu der ab heute abend bis Freitag in Hannover stattfindenden Konferenz der Innenminister*innen aus Bund und Länder sind nun sowohl die <a href="http://www.imk2013.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=31932&amp;article_id=115276&amp;_psmand=1042">Tagungsorte</a> als auch die <a href="https://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/IMK2013">Tagesordnung</a> des Treffens bekannt geworden.</p>
<p>Im Nachfolgenden die geplanten Themen des Treffens:</p>
<blockquote><p>TOP 1:<br />
Bericht über den Sachstand im NPD-Verbotsverfahren</p>
<p>TOP 2:<br />
Bericht des Bundesministers des Innern zur Sicherheitslage</p>
<p>TOP 3:<br />
EU-Angelegenheiten</p>
<p>TOP 3.1:<br />
Bericht des Ländervertreters im JI-Rat der EU</p>
<p>TOP 3.2:<br />
Jahresbericht 2012/2013 des Ländervertreters im Strategischen Ausschuss für Einwanderungs-, Grenz- und Asylfragen</p>
<p>TOP 3.3:<br />
Bericht des Ländervertreters in der Koordinierungsgruppe für den Bereich der polizeilichen und justiziellen Zusammenarbeit in Strafsachen (CATS) über die Beteiligung der Länder in Angelegenheiten der Europäischen Union im Jahr 2012</p>
<p>TOP 4:<br />
Abschlussbericht der Bund-Länder-Expertenkommission &#8220;Rechtsterrorismus&#8221;</p>
<p>TOP 5:</p>
<p>TOP 5.1:<br />
Neuausrichtung des Verfassungsschutzes</p>
<p>TOP 5.2:<br />
Änderung des Bundesverfassungsschutzgesetzes</p>
<p>TOP 6:<br />
Bericht des Ländervertreters für die Beratungen der Datenschutz-Grundverordnung in der Ratsarbeitsgruppe Datenschutz und Informationsaustausch (DAPIX)</p>
<p>TOP 7:<br />
EU-Datenschutzreform</p>
<p>TOP 8:<br />
Einführung und Betrieb des Nationalen Waffenregisters</p>
<p>TOP 9:<br />
Evaluierung der &#8220;Gesamtkonzeption zur Bekämpfung der politisch motivierten Gewaltkriminalität -links-/des gewaltorientierten Linksextremismus&#8221;</p>
<p>TOP 10:<br />
Einsatzangelegenheiten &#8211; Führungs-/Einsatzmittel; Wasserwerfer der Bereitschaftspolizeien der Länder und der Bundespolizei</p>
<p>TOP 11:<br />
Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kfz-Kriminalität</p>
<p>TOP 12:<br />
Statistik / PKS &#8211; Maßnahmen zur Bekämpfung der Crystal-Problematik</p>
<p>TOP 13:<br />
Begutachtergestellung im Akkreditierungsverfahren</p>
<p>TOP 14:<br />
Gemeinsame Ermittlungsdatei Großschadenslagen Terrorismus (GED GSL-TE)</p>
<p>TOP 15:<br />
EXTRAPOL &#8211; Neustrukturierung der Gesamtkoordination</p>
<p>TOP 16:<br />
Abschlussbericht der Bund-Länder-Projektgruppe &#8220;Soziale Netzwerke&#8221;</p>
<p>TOP 17:<br />
Fahruntüchtigkeit bei Radfahrern &#8211; Erstellung eines Verkehrslagebildes &#8220;Radfahrer im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss&#8221;</p>
<p>TOP 18:<br />
Einrichtung eines Gemeinsamen Extremismus- und Terrorismusabwehrzentrum (GETZ); Weitere Ausgestaltung des GETZ</p>
<p>TOP 19:<br />
Lagebild zu Verbindungen zwischen rechtsextremistischer Szene und Rockergruppierungen</p>
<p>TOP 20:<br />
Einrichtung eines Projekts NADIS WN &#8211; Vorlage Fortschrittsbericht des Bund-Länder-Lenkungskreises</p>
<p>TOP 21:<br />
Modernisierung des Ausweisungs- und Abschiebungsrechts, auch in Hinblick auf gewaltbereite salafistische Aktivisten</p>
<p>TOP 22:<br />
Entwurf einer Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über die Konzessionsvergabe &#8211; Herausnahme des Rettungsdienstes aus der Anwendbarkeit der Richtlinie</p>
<p>TOP 23:<br />
Auswirkungen des demografischen Wandels; Forschungsprojekt zur nachhaltigen Sicherstellung der ehrenamtlichen Hilfeleistungsstruktur im Bevölkerungsschutz</p>
<p>TOP 24:<br />
BOS-Digitalfunk &#8211; Einrichtung und Unterhaltung von Objektfunkanlagen; Anpassung an den Stand der Technik</p>
<p>TOP 25:<br />
Wiedereinführung eines bundesweit einheitlichen Presseausweises</p>
<p>TOP 26:<br />
Ausbau der Videoüberwachung im ÖPV</p>
<p>TOP 27:<br />
Senioren im Straßenverkehr</p>
<p>TOP 28:<br />
Bundesweiter Blitzmarathon</p>
<p>TOP 29:<br />
Integrationskonzept der Integrationsminister für Flüchtlinge aus Bürgerkriegsregionen</p>
<p>TOP 30:<br />
Bewältigung des polizeilichen Einsatzgeschehens bei Fußballspielen &#8211; Gewaltprävention</p>
<p>TOP 31:<br />
Software zur Erkennung rechtsextremer Musik im Internet</p>
<p>TOP 32:<br />
Bericht aus dem IT-Planungsrat</p>
<p>TOP 33:<br />
Bericht vom nationalen Cyber-Sicherheitsrat und der länderoffenen AG Cybersicherheit</p>
<p>TOP 34:<br />
Kein Legalwaffenbesitz für Extremisten &#8211; Entziehung oder Versagung waffenrechtlicher Erlaubnisse wegen Unzuverlässigkeit</p>
<p>TOP 35:<br />
Personalverstärkung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im Asylbereich</p>
<p>TOP 36:<br />
Zusammenarbeit zwischen Nachrichtendiensten und der Polizei &#8211; Auswirkungen des Urteils des Bundesverfassungsgerichts vom 24.04.13 (Az.: 1 BVR 1215/07)</p>
<p>TOP 37:<br />
Kostenübernahme des Bundes für Polizeieinsätze bei Castortransporten</p>
<p>TOP 38:<br />
Nächste Sitzung</p>
<p>TOP 39:<br />
Handlungsbedarf zur Aufnahme von Grundstoffen zur Herstellung synthetischer Drogen in das Grundstoffüberwachungsgesetz, hier: Aufnahme der Chemikalie alpha-Phenylacetoacetonitril (&#8220;Apaan&#8221;)</p></blockquote>
<p>Neben der im Vorfeld bereits diskutierten Frage zu Sinn oder Unsinn der Ausweitung staatlicher Videoüberwachung des öffentlichen und halböffentlichen Raums (siehe auch den daran anknüpfenden <a href="http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/images/20130521zur-bevorstehenden-imk-videoueberwachung.pdf">Einwurf des AK Vorrat Hannover von gestern</a>) stehen also eine Reihe weiterer essentieller Themen auf dem Programm, deren Behandlung und Beratung meiner Meinung nach nicht hinter geschlossene Türen gehören.</p>
<p>Beispielhaft (aber nicht abschließend) zähle ich dazu die TOPs Nr. 7 (EU-Datenschutzreform), Nrn. 14+15 (Gemeinsame Ermittlungsdatei &#8220;Großschadenslagen Terrorismus&#8221; und EXTRAPOL), Nr. 16 (Bund-Länder-Projektgruppe Soziale Netzwerke), Nr. 18 (GETZ), Nr. 30 (Polizeieinsätze beim Fußball), Nr. 31 (staatliche Filterung des Internet) und die Diskussion zu Nr. 36 über das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Antiterrordatei.</p>
<p>Vor allem aber ignoriert die Tagesordnung die seit nunmehr über einen Jahr alte, und durch die ständige Aufdeckung neuer, eklatanter Skandale rund um den Fall der NSU-Gruppe unterstützte Forderung zur Abschaffung der Geheimdienste. Geheimdienste (inklusive des Verfassungsschutzes), die nicht nur das Morden der NSU-Gruppe ermöglicht oder gar gedeckt haben, sondern die weder eine ausreichende parlamentarische Kontrolle erfahren noch deren Sein und Wirken sich grundsätzlich nicht mit dem Wesen einer Demokratie vereinbaren lassen.</p>
<p>Bundesinnenminister Friedrich hält in einem <a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2013/05/22/dlf_20130522_0719_d6cbfe03.mp3">Interview mit dem Deutschlandfunk von heute morgen</a> dem allen nur die von ihm zu verantwortende Einrichtung eines (verfassungsrechtlich zweifelhaften) &#8220;gemeinsamen Abwehrzentrums gegen Rechtsextremismus&#8221; und einer (ebenso fragwürdigen) &#8220;Rechtsextremismusdatei&#8221; entgegen.</p>
<p><em>&#8220;Wir machen vor allem eine noch stärkere Internetauswerung auch gemeinsam mit den Ländern in diesen Zentren (&#8230;) und die Experten sind auch mit ihren Antworten auf unserer Linie&#8221;</em>, sagt Herr Friedrich.</p>
<p>Keine beruhigende Antwort und vor allem: von was für &#8220;Experten&#8221; spricht der Bundesinnenminister denn da? (Diese &#8220;Experten&#8221; tauchen im Interview immer wieder auf &#8230;)</p>
<p>Gestern erst <a href="http://www.tagesschau.de/inland/nsu-terror-bekannt100.html">wurde bekannt</a>, dass das CDU-geführte Innenministerium Sachsens und der sächsische Verfassungsschutz schon seit 2000 von der Existenz der NSU-Gruppe gewusst haben. Darauf angesprochen weicht Herr Friedrich im heutigen Radiointerview nicht nur in belangloses und vom Kern des Problems ablenkendes Gerede aus, er meint sogar schon die Folge dieses neuesten Skandals vorwegnehmen zu können:</p>
<p><em>&#8220;(&#8230;) und ich bin überzeugt, am Ende wird es darauf hinauslaufen, dass man genau das macht, was wir jetzt tun (&#8230;)&#8221;</em></p>
<p><em></em>Alle Probleme lägen doch nur an<em> &#8220;unzureichenden Übermittlungsvorschriften und Übermittlungswegen.&#8221;</em></p>
<p>So einfach ist das &#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><small>Bild: Bundesinnenminister Friedrich auf der Eröffnungsveranstaltung zur CeBIT 2013, CC-BY-SA Michael Ebeling</small></p>
<p><em>Dieser Beitrag gibt die persönliche Meinung von Micha wieder und ist kein offizielles Statement des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung.</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Evaluation of data retention directive: Commission releases some documents</title>
		<link>http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/2013/05/19/evaluation-of-data-retention-directive-commission-releases-some-documents/</link>
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		<pubDate>Sun, 19 May 2013 09:53:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick Breyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[data retention]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[The Commission has released some interesting documents concerning the evaluation of the data retention directive in 2009-2011. On 23 November 2009, the Commission and Member States discussed the matter with industry representatives. Malcolm Hutty (EuroISPA President) explained that &#8220;smaller ISPs that operate nationally in a single country tend to be nervous about the idea of [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>The Commission has released some interesting <a href="http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Resources#Evaluation_of_the_Data_Retention_Directive">documents</a> concerning the evaluation of the data retention directive in 2009-2011.</p>
<p>On 23 November 2009, the Commission and Member States <a href="http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/images/2010.03.01_Report_MS_meeting_with_table_of_transposition.doc">discussed</a> the matter with industry representatives.</p>
<ul>
<li>Malcolm Hutty (EuroISPA President) explained that &#8220;smaller ISPs that operate nationally in a single country tend to be nervous about the idea of harmonisation if this resulted in longer retention period. However, large CSPs that operate transnational would rather favour more harmonisation in this regard, for various reasons, amongst which solving the problematic differences that exist between national markets.&#8221;</li>
<li>The Commission revealed that it discussed the directive only with with industries, Member States and MEPs, not with civil society (this was changed later, but the meetings with proponents by far outnumbered the meetings with critics).</li>
<li>The Commission raised the question of &#8220;whether CSPs should retain all data mentioned under Art 5 DRD, or only those that are needed for commercial reasons&#8221;.</li>
</ul>
<p>The infamous &#8220;<a href="http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/images/2010.03.01_room_document.doc">room document</a>&#8221; (draft evaluation report) is available in colour now.</p>
<p>On 12 March 2010 the Commission <a href="http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/images/2010.05.04_report_meeting_w_MS_12_March_2010.pdf">discussed</a> again with Member State representatives:</p>
<ul>
<li>Only Austria and Germany wanted the Data Retention Directive to be reduced in scope.</li>
<li>The Commission clarified that &#8220;information society services (ISS) that do not qualify as electronic communications services within the meaning of the definition in the Framework Directive 2002/21/EC (which is used in the ePrivacy Directive, e.g. hotmail), are not covered by the e-Privacy Directive; as the Data Retention Directive is an exception to the latter, it does not cover ISS either.&#8221;</li>
<li>SE mentioned that due to the long duration of the process for requesting data abroad these data are often already deleted before the request arrives and is executed, which deters MS from asking such data in the future. CZ recommended &#8220;to find easier ways to handle requests&#8221;, because currently &#8220;it takes days&#8221;.</li>
</ul>
<p>The German data protection commissioner Peter Schaar <a href="http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/images/2011.01.04_from_SCHAAR_PETER.pdf">advocated</a> &#8220;quick freeze plus 7 days of data retention&#8221; at a time when we strictly opposed any blanket retention requirements.</p>
<p>The EDPS <a href="http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/images/2011.03.22_EDPS_DG.pdf">criticised</a> the Data Retention Directive fundamentally.</p>
<p>What is possibly most striking is the discussions the Commission is refusing to reveal:</p>
<ul>
<li>It will not disclose any material regarding the Inter-Service Consultations and the position each of the DGs took.</li>
<li>Malmström met the German Minister of Interior (although the Ministry of Justice is competent for the matter of data retention). The briefing note is kept secret.</li>
<li>Reding met with the EU-Committee of the German Bundestag on 24/06/2010. The briefing note concerning the DRD is being kept secret.</li>
<li>Reding met with with a delegation of the European Journalists Federation on 1st July 2010. The briefing note concerning the DRD is being kept secret.</li>
<li>Malmström met with the Austrial Minister of Justice.</li>
<li>The replies to the Commission&#8217;s asking for further information on the effectiveness of the data retention directive are being kept secret.</li>
</ul>
<p>An overview of all documents is available <a href="http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Resources#Evaluation_of_the_Data_Retention_Directive">here</a>. If you have any more documents, please <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/686/247/lang,en/">let us know</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Telekom setzt Vorratsspeicherung nicht erforderlicher Verbindungs- und Bewegungsdaten fort</title>
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		<pubDate>Sat, 18 May 2013 08:30:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick Breyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Speicherfristen]]></category>
		<category><![CDATA[Telekom]]></category>
		<category><![CDATA[Telekommunikationsanbieter]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Deutsche Telekom hat diese Woche veröffentlicht, wie lange sie welche Verbindungs- und Standortdaten ihrer Kunden speichert. Da man aufgrund solcher Daten leicht in einen falschen Verdacht mit weitreichenden Folgen geraten kann (zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen), ist es fatal, dass die Telekom (ebenso wie andere TK-Unternehmen) mit dem Segen des Bundesdatenschutzbeauftragten in [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Deutsche Telekom hat diese Woche <a href="http://www.telekom.com/static/-/182990/4/leitfaden-verkehrsdatenspeicherung-si">veröffentlicht</a>, wie lange sie welche Verbindungs- und Standortdaten ihrer Kunden speichert. Da man aufgrund solcher Daten leicht in einen falschen Verdacht mit weitreichenden Folgen geraten kann (zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen), ist es fatal, dass die Telekom (ebenso wie andere TK-Unternehmen) mit dem Segen des Bundesdatenschutzbeauftragten in großem Umfang nicht erforderliche Kommunikationsdaten hamstert:</p>
<ul>
<li>Die Anrufe und SMS-Verbindungen von Flatrate-Kunden werden fünf Tage lang gespeichert, obwohl dies nicht zur Abrechnung erforderlich ist.</li>
<li>Verbindungen mit anderen Netzen werden sechs Monate lang gespeichert, obwohl zur Abrechnung die Rufnummern der beteiligten Anschlüsse nicht gespeichert werden müssten.</li>
<li>An welchem Standort man wann sein Handy genutzt hat, wird mindestens sieben Tage lang gespeichert, obwohl dies nicht zur Abrechnung erforderlich ist. So wird die Erstellung genauer Bewegungsprofile <a href="http://www.zeit.de/datenschutz/malte-spitz-vorratsdaten">möglich</a>. Gespeichert wird auch die Kennung des genutzten Geräts (IMEI).</li>
<li>Welcher Internetnutzer wann mit welcher IP-Adresse im Netz unterwegs war, speichert die Telekom sieben Tage lang auf Vorrat. Dies zieht immer wieder polizeiliche Ermittlungen und auch millionenfache Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzungen nach sich &#8211; oftmals zu Unrecht.</li>
<li>Wer wann wem eine E-Mail geschickt hat, speichert die Telekom ebenfalls sieben Tage lang auf Vorrat.</li>
</ul>
<p>Wer sich gegen die weitreichende Datensammelei wehren will, kann <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/551/79/lang,de/">klagen</a> oder <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/56/132/lang,de/">Anonymisierungstechniken</a> einsetzen. Die erste Klage – gegen Vodafone – ist bereits <a href="http://www.starostik.de/pages/posts/private-vorratsdatenspeicherung--klage-gegen-vodafone-erhoben38.php">eingereicht</a>.</p>
<p>Die Speicherfristen der übrigen TK-Anbieter finden sich <a href="http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Speicherdauer#Speicherdauer_.28.C3.9Cbersicht.29">hier</a>; unsere <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/images/anzeige_verkehrsdatenspeicherung_anon.pdf">Anzeige</a> an die Bundesnetzagentur erläutert, warum die Datenspeicherung nicht erforderlich ist. Leider weigert sich die Bundesnetzagentur einzuschreiten.</p>
<p><em>Dieser Beitrag gibt die persönliche Meinung des Autors Patrick Breyer wieder und ist kein offizielles Statement des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Frau Malmström und die &#8220;Expertengruppe&#8221;</title>
		<link>http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/2013/05/15/frau-malmstrom-und-die-expertengruppe/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 May 2013 08:51:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ende März 2013 habe ich einen offenen Brief an die EU-Kommissarin Frau Malmström gerichtet. Es ging darin um die geplante Neu-Einrichtung der so genannten &#8220;Expertengruppe&#8221; zur Vorratsdatenspeicherung. Der ausführliche Brief (in vollem Umfang an anderer Stelle nachzulesen) enthielt drei Bitten. Ich bat die Kommissarin in kurzen, verkürzten Worten gefasst um: eine transparente Vorgehensweise bei Entstehung, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/wp-content/uploads/2013/05/20101203-brx-malmstroem.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-938" alt="20101203-brx-malmstroem" src="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/wp-content/uploads/2013/05/20101203-brx-malmstroem-167x300.jpg" width="167" height="300" /></a></p>
<p>Ende März 2013 habe ich einen offenen Brief an die EU-Kommissarin Frau Malmström gerichtet. Es ging darin um die geplante Neu-Einrichtung der so genannten &#8220;Expertengruppe&#8221; zur Vorratsdatenspeicherung.</p>
<p>Der ausführliche Brief (<a href="http://www.devianzen.de/2013/03/27/brief-an-frau-malmstrom/">in vollem Umfang an anderer Stelle nachzulesen</a>) enthielt drei Bitten. Ich bat die Kommissarin in kurzen, verkürzten Worten gefasst um:</p>
<ol>
<li>eine transparente Vorgehensweise bei Entstehung, Einladung und Auswahl der Gruppe bzw. ihrer Mitglieder,</li>
<li>die Neugestaltung der Gruppenzusammensetzung unter Einbeziehung von mehr Datenschutzexperten und kritischer Zivilgesellschaft, also der von der Maßnahme Betroffenen,</li>
<li>eine für die Öffentlichkeit nachvollziehbare Arbeit der Gruppe &#8211; anders, als das bei der &#8220;alten Expertengruppe&#8221; der Fall war.</li>
</ol>
<p>Etwa einen Monat nach meinem Brief, Ende April 2013,  <a href="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/2013/04/25/die-eu-kommission-erklart-den-unterschied-zwischen-expertentum-und-der-engagierten-zivilgesellschaft/">wurde bekannt und hier veröffentlicht</a>, auf welche Art die neue Expertengruppe ticken soll.</p>
<p>Gestern, am 14. Mai 2013, habe ich auf meinen offenen Brief per E-Mail <a href="http://devianzen.de/letter-from-mrs-malmstrom.pdf">Antwort</a> von Frau Malmström erhalten. Zwar nur in englischer Sprache (das wäre ein anderes, eigenes Thema), aber immerhin.</p>
<p>Frau Malmström (oder ihr Sekretär?) nutzt die Gelegenheit, etwas weniger auf meine drei Bitten einzugehen und stattdessen den etwas mehr als 2 Seiten langen Brief dazu zu nutzen, ihre bereits bekannte Einstellung zur Vorratsdatenspeicherung zu erläutern und außerdem noch ihre Vorstellung von der Einbindung der Menschen der Europäischen Union und ihrer zivilgesellschaftlicher Stimmen zu erklären.</p>
<p>Auf meine drei Bitten &#8211; den eigentlichen Kern meines Briefes -  geht sie hingegen insgesamt wenig dezidiert ein, macht aber den &#8211; aus meiner sicht ziemlich unsinnigen &#8211; Vorschlag, wonach angeblich jeder Bürger und jede Bürgerin sich als Expert*in zur &#8220;Expertengruppe&#8221; bewerben könne. Das ist zwar theoretisch richtig, die dort genannten Anforderungen an Vorkenntnissen und Ausbildung sind allerdings sehr hoch und verschließen einfachen, aber kritischen und engagierten Bürgern die Türen. Vor allem aber werden laut Bewerbungsausschreibung nur solche Leute zur Teilnahme an der &#8220;Expertengruppe&#8221; zugelassen, die sich ohne jeden Zweifel und mit Engagement für deren Durchsetzung einzusetzen verpflichten. Das schließt die kritischen Stimmen jedoch leider aus. Auf diesen Konflikt geht Frau Malmström nicht ein, obwohl die Kritik an diesem seltsamen Konstrukt bekannt sein dürfte.<a href="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/2013/04/25/die-eu-kommission-erklart-den-unterschied-zwischen-expertentum-und-der-engagierten-zivilgesellschaft/"><br />
</a></p>
<p>Auf die beiden anderen Bitten geht Frau Malmström eher vage ein. Es bleibt zu hoffen, dass die Auswahl sowie die Einladung zur Teilnahme an der Expertengruppe und deren eigentliche arbeit endlich transparent gemacht werden. Bisher kann davon keine Rede sein.</p>
<p>Zum Schluß das noch:</p>
<p>Die Tatsache, dass Frau Malmström die Nichtumsetzung der Vorratsdatenspeicherung in Deutschland mit dem Begriff &#8220;Fail&#8221; belegt zeigt mir, dass sie neben einem bürokratisch geprägten (Tunnel)Blick nichts für die Sorgen und Bedenken von Bürgerinnen, Bürgern und Rechtsexperten zur Vorratsdatenspeicherung übrig hat. Denn das derzeitige Nichtbestehen der Vorratsdatenspeicherung hier im Lande ist doch vielmehr ein großer Erfolg einer unabhängigen und breiten gesellschaftlichen Bewegung, damals ganz frei von irgendwelchen Parteizwängen oder anderen singulären Interessen. Ich finde, dass man das &#8211; trotz aller Fragen für die nähere Zukunft der Vorratsdatenspeicherung in Deutschland &#8211; feiern kann. Frau Malmström sieht das aber wohl anders.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nachfolgend der vollständige Text des Briefes von Frau Malmström in englischer Sprache. Als Orginal-PDF-Dokument ansonsten auch <a href="http://devianzen.de/letter-from-mrs-malmstrom.pdf">hier</a> nachzulesen.</p>
<blockquote><p>Dear Mr Ebeling,</p>
<p>Commissioner Malmström has asked me to thank you for your letter of 27 March 2013, concerning the Data Retention Directive (Directive 2006/24/EC), the Data Retention Expert Group and the involvement of Non-Governmental Organisations (NGOs), and to reply to you on her behalf.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Data Retention Directive</span></p>
<p>The Data Retention Directive has been transposed by all Member States except Germany and Belgium. As you correctly note. in some Member States the compatibility of national transposing measures with national constitutions has been challenged. Of the four Member States (Bulgaria, Czech Republic, Germany and Romania) where these challenges have resulted in the annulment of national measures, only Germany has so far failed to adopt now measures to transpose the Directive. In accordance with its role under the Treaty, the Commission is taking all necessary steps to ensure that this EU law is respected by every Member State. Meanwhile, as you correctly note, the European Court Justice is currently considering two requests (<a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=C-293/12" title="EuGH, anh&auml;ngiges Verfahren - C-293/12: Vorabentscheidungsersuchen">C-293/12</a> and <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=C-594/12" title="EuGH, anh&auml;ngiges Verfahren - C-594/12: Vorabentscheidungsersuchen">C-594/12</a>) for preliminary rulings on the compatibility of the Data Retention Directive with EU law, and in particular with the Charter for Fundamental Rights.</p>
<p>Discussions on data retention at Council level indicate that there is general support for the Directive and for data retention as a necessary measure for ensuring that certain Communications data are available for a limited amount of time for the investigation, detection and prosecution of serious crime. During an oral question debate at the plenary session of the European Parliament in October 2012, which was attended by around 20 Members, concerns about the current Directive were expressed, which in many ways echoed the conclusions of the Commission in its evaluation report published in April 2011 (COM(2011)255 final). We have noted that there is no consensus across the EU on the way forward. Germany is not unique in this respect, where views are also very diverse. The Commission intends to propose a reform of the EU data retention framework, although there is no timetable for doing so at present.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Involvement of Non-Governmental Organisations</span></p>
<p>Since the publication of the evaluation report, the Commission has consulted widely with all stakeholders on whether, and if so how, the EU&#8217;s data retention framework should be reformed. You will recall the open workshop organised in June 2011, which you yourself attended, where the Commission listened to the concerns of several NGOs many whom were and remain opposed to data retention. At that meeting, we emphasised that the Commission was open to further discussions. Dialogue with NGOs has indeed continued. For example, we have participated in meetings organised as part of the Freiheit statt Angst events in Brussels in 2011 and 2012; in November 2011 Commissioner Malmström replicd to the letter from Europcan Digital Rights (EDRi) on behalf of a number of NGOs. in which she reiterated the Commission&#8217;s openness to considering evidenee of how the Data Retention Directive has in practice, directly or indirectly, affected citizens&#8217; ability to exercise their fundamental rights. We welcome this dialogue and we hope it will continue: as with other stakeholders in this area, whether police, judiciary, service providers or data protection authorities, the Commission is willing to listen to all sides and to formulate policies and proposals on the balance of the evidence which is presented to it.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Data Retention Expert Group</span></p>
<p>The expert group, as you correctly point out, was envisaged in recital 14 of the Directive in order to assist efficient and effective implementation of the Directive.</p>
<p>The Commission establishes expert groups to provide advice and expertise in relation to the preparation of legislative proposals and policy initiatives, the preparation of delegated acts and the implementation of existing EU legislation, programmes and policies, including coordination and coopcration with member countries and stakeholders in that regard. The Commission takes into account the views and recommendations of an expert group, but is not bound to accept any them. The groups are not the only source of expertise used by the Commission; it may use studies, public consultations and other stakeholder for a in developing policy. You can find out more about the rules governing Commission expert groups at the Transparcncy Portal <a href="http://ec.europa.eu/transparency/">http://ec.europa.eu/transparency/</a> .</p>
<p>The Data Retention Expert Group (established under Commission Decision C(2013) 2144 of 18 April 2013) will comply with these rules, including those concerning transparency, such as the publication of the names of members and of documents circulated among members, such as agendas and reports of meetings. More detailed procedures will be discussed and agreed by the group, and subscquently published, when it meets for the first time.</p>
<p>There is currently an open call for applications for membership of the expert group ( <a href="http://ec.curopa.eu/dgs/home-affairs/what-we-do/policies/police-cooperation/data-retention/index_en.htm">http://ec.curopa.eu/dgs/home-affairs/what-we-do/policies/police-cooperation/data-retention/index_en.htm</a> ). Any individual who is a national of the EU or Organisation, including NGOs, is eligible to apply for membership, and their applications will be assessed according to their selection criteria which are stated in the call for applications.</p>
<p>The aim is to ensure a good mix of expertise and people who can work together to identify and to promote best practice in the Implementation of the Directive, in accordance with the clearly expressed Intention of the European Parliament and the Council when they adopted the legislation,</p>
<p>I hope this addresses the points you raise.</p></blockquote>
<p><small>Bild: Foto von Frau Malmström vom 3.12.2010, als sie den zu ihrer Duftmarke gewordenen Ausspruch &#8220;data retention is here to stay&#8221; prägte, <a href="http://www.devianzen.de/wp-content/uploads/2013/03/20101203-brx-malmstroem.jpg">CC-BY-SA Michael Ebeling</a></small></p>
<p><em>Dieser Beitrag gibt die persönliche Meinung von Micha wieder und ist kein offizielles Statement des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung.</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Wichtigste der vergangenen Woche – der Wochenblick</title>
		<link>http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/2013/05/12/das-wichtigste-der-vergangenen-woche-der-wochenblick/</link>
		<comments>http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/2013/05/12/das-wichtigste-der-vergangenen-woche-der-wochenblick/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 12 May 2013 09:14:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dennis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Premiere, die wir heute zu feiern haben hier – zwei Berichte aus dem Reallife, die nur am Rande über die Listen gingen und nun doch hier Gehör finden sollen: Der AKtiVCongreZ und die re:publica. Die lange Themenliste zeigt, ihr wart wiedermal aktiv, ein großes Dank an euch! Demnächst muss noch jemand die Zusammenfassung der [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Premiere, die wir heute zu feiern haben hier – zwei Berichte aus<br />
dem Reallife, die nur am Rande über die Listen gingen und nun doch hier<br />
Gehör finden sollen: Der AKtiVCongreZ und die re:publica. Die lange<br />
Themenliste zeigt, ihr wart wiedermal aktiv, ein großes Dank an euch!<br />
Demnächst muss noch jemand die Zusammenfassung der Zusammenfassung<br />
schreiben. Und ganz nebenbei ein herzliches Willkommen an alle<br />
Neu-Abonnenten: <a href="http://listen.akvorrat.org/mailman/listinfo/akv-wochenblick">http://listen.akvorrat.org/mailman/listinfo/akv-wochenblick</a></p>
<p>Über Feedback und Anregungen oder auch konstruktive Kritik freut sich<br />
*protected email*</p>
<p>#1 AKtiVCongreZ<br />
#2 re:publica &#8211; Bündnistreffen<br />
#3 Freiheit statt Angst<br />
#4 Sommerfest in Hannover<br />
#5 Aktion Wahlprüftsteine<br />
#6 Technik<br />
#7 Stellungnahme zum Sicherheits-Gesetz in Hessen<br />
#8 Froscon<br />
#9 Bestandsdatenauskunft<br />
#10 Feedback Ehemaliger<br />
#11 Abschaffung des Verfassungsschutzes<br />
#12 Drosselkom<br />
#13 Aus den Ortsgruppen<br />
#14 links<br />
#15 Termine</p>
<p>#1 AKtivCongreZ<br />
Danke an alle der rund 50 Leute, die da waren. Konstruktiv und effektiv<br />
kamen wir mit vielen Ideen und viel Greifbarem heraus: Etwas<br />
unvorbereitet unsererseits jedenfalls die Verfassungsbeschwerde zur<br />
Bestandsdatenauskunft, sehr vorbereitet und sehr positiv aufgenommen die<br />
Pläne zu einer gemeinsamen, bündnisgetragenen Freiheit statt Angst 2013<br />
jedenfalls. Und viel zu koordinierende Arbeit für die Mailinglisten.<br />
Als kurze, hier weiter vorzustellende Projekte:<br />
Zur EU-Datenschutzreform geht gleich noch was über die ML zur<br />
Vorstellung. Zur Drosselkomm fahren einige Aktivisten/innen nach Köln am<br />
16. Mai, um dort bei der Hauptversammlung zu demonstrieren.<br />
Themen, die wir diskutiert haben und bei denen nicht unbedingt etwas<br />
kurzfristig greifbares herausgekommen ist, waren die Wiederbelebung der<br />
AG Videoliste und wie notwendig es ist, unsere Anliegen in einfacherer<br />
Sprache darzulegen. Dazu soll so etwas wie ein Guide erarbeitet werden.<br />
In das gleiche Horn stößt die Überarbeitung der Flyer, die im Wiki<br />
angefangen wurde – Grundsatz: Mehr Bilder, weniger Bleiwüste. Und ruhig<br />
mal Mut zur Lücke, im Zweifel geht Verständlichkeit vor Genauigkeit. Wer<br />
also hier mitarbeiten möchte, gerne im Wiki:<br />
<a href="https://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Flyer">https://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Flyer</a> – und dazu noch die Frage,<br />
wer koodiniert das?</p>
<p>#2 re:publica<br />
Der Zug zurück aus Berlin war überfüllt, sinnbildlich für die volle und<br />
gute re:publica. Am Dienstag gab es ein Bündnistreffen am Rande (s. #3),<br />
das ja auch über die Liste angekündigt war. In weiteren Rollen: Viele<br />
gute Vorträge, spannende Geschichten am Rande und eine<br />
Datenschutzverordnung, die mehr Öffentlichkeit braucht: nakedcitizens.eu</p>
<p>#3 Freiheit statt Angst<br />
In Hattingen gab es nicht nur eine Tendenz, sondern eine klare Position:<br />
Wir brauchen eine FSA, am besten im September, am besten vor der Wahl.<br />
50 Leute, ein Großteil davon hier auf der Mailingliste. In Berlin, drei<br />
Tage später, mit gut 9 Leuten am Rande der re:publica war es mehr eine<br />
Tendenz, die sich dagegen aussprach. Ein Protokollpad gibt es hier:<br />
<a href="https://pad.foebud.org/treffen-republica-2013.">https://pad.foebud.org/treffen-republica-2013.</a> Zusammenfassung: Vor der<br />
Wahl also soll es keine Freiheit statt Angst geben, danach sollte es<br />
eine große Aktion geben, damit wir auf jeden Fall sichtbar zu den<br />
Koalitionsverhandlungen sind.<br />
&#8220;Konsens in Hattingen war, soweit ich das mitbekommen habe, dass es das<br />
Schlimmste sei, wenn wir, wie im letzten Jahr, nichts machen. Dann sind<br />
wir nicht sichtbar und ueberlassen das Feld den anderen.&#8221;<br />
Die Meinungen waren auch auf der Mailingliste einhellig, auch wenn die<br />
Informationen nicht gut weitergegeben wurden: Wir brauchen eine Demo,<br />
damit wir sichtbar sind und bleiben. Natürlich betrifft Netzpolitik alle<br />
Menschen, genauso wie Umweltpolitik oder Bildungspolitik alle Menschen<br />
betrifft. Aber auf die Straße und in die Politik werden diese Themen<br />
nicht von allen, sondern von Umweltaktivisten und Bildungsaktivistinnen<br />
getragen! Ich bin also für weniger Selbstzerfleischung auf der Liste,<br />
und für mehr Handeln!<br />
Deshalb setz ich gleich morgen früh ein Doodle auf, wie auf dem<br />
Bündnistreffen in Berlin vereinbart, für ein nächstes Treffen in<br />
Hannover oder Berlin zum eventuellen Planen einer großen Aktion, dann<br />
wohl nach der Wahl, denn für vor der Wahl war kein Konsens zu finden.</p>
<p>#4 Sommerfest in Hannover<br />
Vom 28. Juni bis zum 30. Juni gibt es in Hannover die Gelegenheit zum<br />
AKV-Sommertreffen, das dann mittlerweile in die fünfte Runde geht.<br />
alle Randbedingungen wie immer, aber auch hier nochmal als Infos:</p>
<p><a href="https://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Sommertreffen_2013">https://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Sommertreffen_2013</a></p>
<p>Zitat Micha:<br />
&#8220;jede und jeder, die/der lust zu kommen hat ist herzlich willkommen &#8211; es<br />
soll ausdrücklich für alle offen und was den ablauf betrifft so frei<br />
gehalten werden, wie gewohnt.<br />
das treffen kostet nichts, eine anmeldung ist nicht nötig. wer gerne<br />
kommen möchte, aber finanzielle probleme beim reisen hat, bitte in<br />
direkter mail (an Micha) melden!&#8221;</p>
<p>#5 Aktion Wahlprüfsteine<br />
Kai-Uwe hat dankenswerterweise die Wahlprüfstein-Idee aus Hattingen hier<br />
auf der Liste vorsgestellt: Gut zwanzig Fragen, die den Parteien im<br />
Vorfeld der Wahl gestellt werden sollen, mit drei Antwortmöglichkeiten.<br />
Es sollen auch noch andere NGOs und Initiativen in unserem Umfeld<br />
angefragt werden, die dann auch noch Fragen mit ausarbeiten sollen. Das<br />
ganze geht dann an die Parteien, die sich positionieren müssen und im<br />
Zweifel auch nach der Wahl drauf festgenagelt werden können.<br />
Da sich bisher so gar keine Reaktion auf diesen Konsensantrag gezeigt<br />
hat, außer der, dass man daraus bitte keinen Wahl-O-Mat machen soll,<br />
damit wir keine Wahlempfehlung aussprechen, hier meine ausdrückliche<br />
Unterstützung!</p>
<p>#6 Technik<br />
Der Server-Umzug steht immer noch an, Köln und Düsseldorf. Michi und<br />
Frank kümmern sich Superheldenlike darum, der Konsensantrag ist durch<br />
und unsere neue Infrastruktur wird dann hoffentlich sauber, stabil und<br />
unendlich laufen! Besten Dank.</p>
<p>#7 Stellungnahme zum Gesetz über die Öffentliche Sicherheit in Hessen<br />
Es gibt da eine Anfrage, dazu Stellung zu nehmen. Mitarbeit ist gesucht<br />
und wir gerne von Florian angenommen. Wer also einen entsprechenden<br />
Background hat oder sich gerne einlesen will &#8211; bei Florian melden.</p>
<p>#8 Froscon<br />
Der Call for Papers endet am 23. Mai, es ist also noch einiges an Zeit,<br />
um spannende Projekte rund um Open Source und Datenschutz einzureichen.<br />
Ende August, am 24. beginnt die FrOSCon 2013. Alles weitere findet sich<br />
im Web unter <a href="http://www.froscon.de">http://www.froscon.de</a>. Fragen zum Call for Papers per<br />
E-Mail bitte an: *protected email*</p>
<p>#9 Bestandsdatenauskunft<br />
Jeder Klick ist verfolgbar, das ist nun auch über die Liste geklärt,<br />
dank Meinhard.</p>
<p><a href="http://www.starostik.de/pages/posts/stellungnahme-zur-bestandsdatenauskunft42.php">http://www.starostik.de/pages/posts/stellungnahme-zur-bestandsdatenauskunft42.php</a></p>
<p>– unsere Pressemitteilung dazu übrigens hier:</p>
<p><a href="http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Bestandsdaten-PM">http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Bestandsdaten-PM</a></p>
<p>Und jetzt klagen wir! Beziehungsweise Patrick und Katta. Die beiden<br />
haben zwar ihre Piratenrollen, in denen sie die Klage nun ausdrücklich<br />
auch für den Wahlkampf eingereicht haben – aber, die beiden sind auch<br />
große Stützen hier im Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, das soll mal<br />
hier ausdrücklich erwähnt sein. Ein Konsensantrag, der darauf abzielte,<br />
per Pressemitteilung dazu aufzurufen, die Verfassungsklage<br />
mitzuzeichnen, ist jedoch &#8211; leider, wenn man mich fragt &#8211; gescheitert.<br />
Und, wie richtig erwähnt, in zwei Wochen ist es auch egal, ob wir uns<br />
dazu noch irgendwie halbpositiv, halblavierend in einer Pressemitteilung<br />
dazu positionieren. Deshalb ruf ich hier mal ganz persönlich dazu auf,<br />
öffentlichkeitswirksam mit gegen das Passwort-Klau-Gesetz zu klagen:</p>
<p><a href="http://stopp-bda.de/">http://stopp-bda.de/</a></p>
<p>#10 Feedback Ehemaliger<br />
Katta – gerade mal einen Glückwunsch an dieser Stelle – hat sich die<br />
Mühe gemacht, mal zu evaluieren, warum Leute eigentlich nicht mehr bei<br />
uns mitmachen, und dabei sind sehr interessante Punkte herausgekommen.<br />
Ich zitiere einfach mal ungekürzt:</p>
<p>==Das lief gut==<br />
* Sehr niedrige Einstiegsschwelle<br />
* Mischung zwischen Politik und Technik<br />
* Professionalisierung -&gt; Leute machen auf anderen Ebenen Politik im<br />
Sinne des AKs<br />
* Spaß und konkrete Aktionen vor Ort, Kreative Ideen<br />
* Viel Freiheit eigene Aktionen zu planen<br />
* nette Leute</p>
<p>==Das lief weniger gut==<br />
* Diskussionen immer mehr von gegenseitigen Unterstellungen geprägt<br />
* Formaldebatten<br />
* persönliche Angriffe<br />
* Viele Protagonisten waren primär in Parteien aktiv<br />
* AK Vorrat als Sammelbecken für spätere Piraten, Piratenunterwanderung<br />
* Kein Feedback über Auflösung von OGs auf ML<br />
* Keine breite Basis von Parteiunabhängigen<br />
* Persönlicher Streit mit jemandem auf Bundesebene, der kein Wort mit<br />
demjenigen geredet hat<br />
* Zu viele große Egos die sich selbst inszenieren und für den AK<br />
sprechen ohne basisdemokratische Legitimation<br />
* Lokaler Stammtisch ist nach und nach geschrumpft bis nur noch wenige<br />
aktive da waren<br />
* Thema VDS war nach einiger Zeit irgendwie &#8220;abgeschliffen&#8221;, hat es in<br />
den Mainstream geschafft<br />
*  Kein Bezug zur Überregionalen Ebene, viel Gerede und wenig konkret,<br />
kaum Aktionen bei bundesweiten Treffen, kein Spaß, ausgeschlossen gefühlt<br />
* Privat weniger Zeit (Studium, Familie, Arbeit)<br />
* Überwältigt von vielen schlechten Nachrichten, Machtlosigkeit<br />
* Es ging ein Aufruf über die Liste, sich für eine bestimmte Sache zu<br />
engagieren. Ich hatte mich gemeldet, es passierte über ein Jahr lang<br />
nichts. Dann ging der gleiche Aufruf noch einmal über die Liste. Diesmal<br />
meldete sich eine Andere, deren Initiative überschwenglich begrüßt<br />
wurde. Sagt doch ehrlich, wenn ihr mich bei euren Spielchen nicht dabei<br />
haben wollt.<br />
* Keine Infrastruktur vor Ort<br />
* Unterwanderung und Instrumentalisierung von Grünen<br />
* Annahme von Spendengeldern mit denen dann auf der Seite eines grünen<br />
Abgeordneten offensiv geworben wurde. Das Geld stammte von Zahlungen der<br />
Deutschen Telekom für einen Aufsichtsratsposten des Grünen Abgeordneten<br />
und war schmutziges Geld.</p>
<p>==Darum bin ich gegangen==<br />
* Keine Aktiven mehr vor Ort<br />
* Private Auszeit<br />
* (Piraten-)gebashe, um von der eigenen Unfähigkeit abzulenken<br />
* Mackertum und aggressives Diskussionsverhalten</p>
<p>==Verbesserungsvorschläge==<br />
* Der AK ist sich einig, dass man gegen etwas ist, hat aber keine<br />
gemeinsame positive Utopie<br />
* Gemeinsamkeiten betonen: Stärkung digitaler Bürgerrechte</p>
<p>Auf der Mailingliste lief dann noch eine Diskussion dazu, weil wir in<br />
Hattingen dazu nicht gekommen sind. Dazu zitiere ich mal Ingo, der mir<br />
aus der Seele schreibt:<br />
&#8220;Kaum kam ich aber nach Hattingen wieder nach Hause und las die Mailing<br />
Liste, war leider schon wieder ein grosser Teil der positiven Motivation<br />
von Hattingen verflogen. Ich hab regelrecht das Gefuehl, dass die<br />
Mailing Liste der Arbeit des AKV eher schadet es nutzt. &#8221;<br />
Natürlich gilt der Einwand, dass Treffen nicht alle einschließen, allein<br />
schon aus logistischen und praktischen Anreisegründen. Aber hey, wer<br />
schreibt schon regelmäßig auf der Mailingliste? Es braucht wohl das Gute<br />
von beiden Seiten.</p>
<p>#11 Mitzeichnung zur Abschaffung des Verfassungsschutzes<br />
Patrick hat geantwortet, dass wir dabei sind und mitzeichnen, auch die<br />
neue Fassung. Einen Link dazu hab ich leider gerade nicht.</p>
<p>#12 Drosselkom<br />
Es gibt eine Demo passend zur Drosselkom-Hauptversammlung am 16. Mai<br />
2013. Organisiert von den Piraten, woraufhin sich wieder eine lange<br />
Diskussion entsponn, ob wir da mitmachen können und wollen. Es ist wohl<br />
als überparteiliches Bündnis angedacht, weshalb es wohl unproblematisch<br />
sein soll. Andere Parteien sind auch angefragt und haben anscheinend<br />
auch schon zugesagt. Wer also nächsten Donnerstag in Köln ist, immer mal<br />
hin da.<br />
Kurze Notiz am Rande zur Frage, wen wir unterstützen – laut Wikiauszug:<br />
Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ist politisch unabhängig und<br />
überparteilich. Wir distanzieren uns ausdrücklich von<br />
menschenverachtenden und demokratiefeindlichen Positionen. Aber ist<br />
überparteilich denn immer gleich unparteiisch?<br />
Wichtig ist aber auf jeden Fall, dass andere Parteien dabei sind und<br />
Aufrufe möglichst früh transparent (Also wer steckt dahinter?)<br />
kommuniziert werden. Und hier noch ein Info/Demo-link:</p>
<p><iframe width="627" height="353" src="http://www.youtube.com/embed/2FHrWoLOQLo?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>#13 Aus den Ortsgruppen</p>
<p>##1 Rhein-Main<br />
Die Datenschützer Rhein-Main bedienen sich jetzt auch der<br />
Mailinglisten-Struktur oder haben zumindest angefragt – herzlich<br />
willkommen.</p>
<p>##2 Köln / Bonn<br />
*Anonym im Netz &#8211; Buchvorstellung mit Jens Kubieziel*<br />
am 6. Juni 2013 um 19 Uhr im Buchladen Le Sabot, Breite Str. 76, 53111 Bonn<br />
Die Ortsgruppe Köln-Bonn wird versuchen, zusammen mit Jens den<br />
praktischen Teil zu gestalten. Wir haben das Stichwort &#8220;Cryptoparty&#8221; im<br />
Hinterkopf, wenngleich, die Sache wahrscheinlich nicht so heißen und<br />
nicht genau so wie eine klassische Cryptoparty verlaufen wird</p>
<p>##3 Hannover<br />
Für kurzentschlossene: Am Samstag, 11. Mai 2013</p>
<p><a href="http://leinelab.de/projekte:cyanotypie">http://leinelab.de/projekte:cyanotypie</a></p>
<p>Eisenblaudruck</p>
<p>Und am Sonntag, 12. Mai 2013</p>
<p><a href="http://leinelab.de/projekte:wirtschaft_hacken_getraenkeherstellung">http://leinelab.de/projekte:wirtschaft_hacken_getraenkeherstellung</a></p>
<p>Und nicht ganz so spontan:<br />
Am 27. Mai um 18 Uhr in der Berliner Allee: Fankulturen im Fußball –<br />
zwischen Panikmache und notwendiger Konfliktschlichtung</p>
<p>##4 Hannover und Hildesheim<br />
Vortragsreihe in Hildesheim, Ist Kapitalismus noch sexy?</p>
<p><a href="http://astahi.de/referate/politische-bildung/oeffentliche-ringvorlesung-kapitalismus-ist-sexy/">http://astahi.de/referate/politische-bildung/oeffentliche-ringvorlesung-kapitalismus-ist-sexy/</a></p>
<p>##5 Hamburg<br />
Die Ortsgruppe hat sich nicht letzten Mittwoch getroffen, war ja kurz<br />
vor der Brücke, sondern trifft sich nächsten Mittwoch zur gleichen Zeit<br />
und am selben Ort.</p>
<p>##6 Münster<br />
17.05.2013, 19:30 Uhr<br />
Club Courage, Friedensstraße 42 (Hinterhof):<br />
Heute ihr &#8211; morgen wir<br />
Repressive Maßnahmen gegen Fußballfans &#8211; Experimentierfeld für Demos,<br />
Diskos und Datenbanken?<br />
Referentin: Angela Furmaniak</p>
<p>#14 links<br />
Behörden sollen Zugriff auf Nutzerdaten bekommen (02.05.2013)</p>
<p><a href="http://www.3sat.de/page/?source=">http://www.3sat.de/page/?source=</a>/nano/gesellschaft/169488/index.html</p>
<p><a href="http://www.3sat.de/webtv/?130502_datenklau_nano.rm">http://www.3sat.de/webtv/?130502_datenklau_nano.rm</a></p>
<p><a href="http://www.radio-utopie.de/2013/05/03/bestandsdatenauskunft-die-burgerrechtsbewegung-verliert-andauernd-weil-sie-keine-ist/">http://www.radio-utopie.de/2013/05/03/bestandsdatenauskunft-die-burgerrechtsbewegung-verliert-andauernd-weil-sie-keine-ist/</a></p>
<p><a href="http://www.ccc.de/de/updates/2013/neues-vom-prozess-polizeigewalt-im-rahmen-der-fsa09">http://www.ccc.de/de/updates/2013/neues-vom-prozess-polizeigewalt-im-rahmen-der-fsa09</a></p>
<p><a href="http://www.nds-fluerat.org/11081/aktuelles/mitgliederversammlung-am-25-mai-mit-innenminister-pistorius-als-gastredner/">http://www.nds-fluerat.org/11081/aktuelles/mitgliederversammlung-am-25-mai-mit-innenminister-pistorius-als-gastredner/</a></p>
<p>#15 Termine<br />
Seminareinladung &#8220;Sich einmischen&#8221;, 24. bis 26. Mai<br />
Ein Seminar, das Wissen rund um Bürgerbeteiligung vermitteln möchte. Es<br />
geht darum, die Strukturen kennen zu<br />
lernen, mit denen ich zu tun habe, wenn ich mich kommunalpolitisch<br />
einmische, außerdem um Strategien zur Umsetzung. Vorkenntnisse sind<br />
nicht nötig. Die Teilnahme ist kostenlos.</p>
<p><a href="http://www.projektwerkstatt.de/termine">http://www.projektwerkstatt.de/termine</a></p>
<p>Am 25.5. (sa) findet in Kassel das zweite real-life-treffen der<br />
drohnen-kampagne statt:</p>
<p><a href="http://drohnen-kampagne.de/files/2013/04/Einladung-2tes-Drohnentreffen-25-5-2013-Kassel.pdf">http://drohnen-kampagne.de/files/2013/04/Einladung-2tes-Drohnentreffen-25-5-2013-Kassel.pdf</a></p>
<p>bzw.</p>
<p><a href="http://drohnen-kampagne.de/informationen-materialien/aktuelles/">http://drohnen-kampagne.de/informationen-materialien/aktuelles/</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/2013/05/12/das-wichtigste-der-vergangenen-woche-der-wochenblick/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Verfassungsbeschwerde gegen Bestandsdatenauskunft</title>
		<link>http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/2013/05/08/verfassungsbeschwerde-gegen-bestandsdatenauskunft/</link>
		<comments>http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/2013/05/08/verfassungsbeschwerde-gegen-bestandsdatenauskunft/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 08 May 2013 13:55:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai-Uwe Steffens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bestandsdatenauskunft]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassungsbeschwerde]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern haben Patrick Breyer und Katharina Nocun, beide seit langer Zeit hochverdiente Mitarbeiter im AK Vorrat und inzwischen auch für die Piratenpartei tätig, öffentlich angekündigt, gegen die kürzlich auch vom Bundesrat verabschiedete Neuregelung der Bestandsdatenauskunft eine Verfassungsbeschwerde einzulegen. Über eine eigens dafür eingerichtete Webseite kann sich jeder Bürger dieser Beschwerde ohne Kostenrisiko anschließen. Auch bei [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern haben Patrick Breyer und Katharina Nocun, beide seit langer Zeit hochverdiente Mitarbeiter im AK Vorrat und inzwischen auch für die Piratenpartei tätig, öffentlich angekündigt, gegen die kürzlich auch vom Bundesrat verabschiedete Neuregelung der Bestandsdatenauskunft eine Verfassungsbeschwerde einzulegen.</p>
<p>Über eine eigens dafür eingerichtete Webseite kann sich jeder Bürger dieser Beschwerde ohne Kostenrisiko anschließen. Auch bei diesem Gang nach Karlsruhe vertritt, wie u.a. beim erfolgreichen Zufallbringen der Vorratsdatenspeicherung, Rechtsanwalt Meinhard Starostik die Beschwerdeführer.</p>
<p>Die Überparteilichkeit des AK Vorrat verbietet es, einen Aufruf zur Beteiligung an dieser aus einer Partei heraus initiierten Sammelbeschwerde zu veröffentlichen &#8211; gerade in Zeiten des beginnenden Wahlkampfes. In der Sache an sich aber gibt es eine überwältigende Meinungsmehrheit dafür, dass dieser Gang nach Karlsruhe sinnvoll und notwendig ist.</p>
<p>Wer also &#8211; ganz gleich, ob erstmalig oder erneut &#8211; den Gesetzgeber in Berlin wegen der unverhältnismäßigen Verletzung seiner Freiheitsrechte vor das Bundesverfassungsgericht bringen will, hat <a title="zum Mitmachen hier klicken" href="http://stopp-bda.de/">hier</a> dazu Gelegenheit, sich an dem Verfahren zu beteiligen.</p>
<p>Ich habe es getan.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Dieser Text gibt die persönliche Meinung des Autors Kai-Uwe Steffens wieder und stellt keine Mitteilung des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung dar.</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wochenblick KW 17 und 18: Wahlprüfsteine, Bestandsdatenauskunft, Experten zur VDS, Privacy-Camp&#8230;</title>
		<link>http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/2013/05/03/wochenblick-kw-17-und-18-wahlprufsteine-bestandsdatenauskunft-experten-zur-vds-privacy-camp/</link>
		<comments>http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/2013/05/03/wochenblick-kw-17-und-18-wahlprufsteine-bestandsdatenauskunft-experten-zur-vds-privacy-camp/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 03 May 2013 05:57:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick Breyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wochenblick]]></category>
		<category><![CDATA[ATD]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Bestandsdatenauskunft]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Hannover]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchentag]]></category>
		<category><![CDATA[Leitfaden]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>
		<category><![CDATA[Privacy-Camp]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlprüfsteine]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Regelmäßigkeit soll hier ja doch eigentlich im Vordergrund stehen, deshalb heute wieder am Donnerstag und nach einmaliger, kurzer Pause: die wichtigsten Themen der letzten beiden Wochen auf allen Listen des AK-Vorrat. Über Feedback und Anregungen oder auch konstruktive Kritik freut sich *protected email* #1 Wahlprüfsteine #2 Netzneutralität im EP #3 Bestandsdatenauskunft #4 Kirchtentags-Treffen #5 [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Regelmäßigkeit soll hier ja doch eigentlich im Vordergrund stehen, deshalb heute wieder am Donnerstag und nach einmaliger, kurzer Pause: die wichtigsten Themen der letzten beiden Wochen auf allen Listen des AK-Vorrat.</p>
<p>Über Feedback und Anregungen oder auch konstruktive Kritik freut sich *protected email*</p>
<p>#1 Wahlprüfsteine<br />
#2 Netzneutralität im EP<br />
#3 Bestandsdatenauskunft<br />
#4 Kirchtentags-Treffen<br />
#5 Experten zur VDS der EU-Kommission<br />
#6 Anti-Terror-Datei<br />
#7 Privacy-Camp in Brüssel<br />
#8 Leitfaden zur Verkehrsdatenspeicherung<br />
#9 Aus den Ortsgruppen<br />
#10 links<br />
#11 Termine</p>
<h2>#1 Wahlprüfsteine</h2>
<p>Um es mal wieder inhaltlich werden zu lassen: Machen wir die Wahlprüfsteine denn nun? Selbst?! Es gibt ein paar Infos dazu aus dem Jahr 2009, <a href="https://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/330/79/lang">https://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/330/79/lang</a>,de/ und <a href="http://www.buergerrechte-waehlen.de/.">http://www.buergerrechte-waehlen.de/.</a> Beides könnte ja wiederbelebt werden. Frage ist halt nur, wie immer, wer macht&#8217;s? Hier schon ein Aufschlag: <a href="https://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Wahlpruefsteine-BTWahl-2013">https://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Wahlpruefsteine-BTWahl-2013</a></p>
<p>Eine kurze Diskussion gab es am Rande in diesem Thread noch, ob und wie der Blog denn nun genutzt werden sollte, um eine Stellungnahme dazu abzugeben, ob bzw. warum wir nicht mit Google/collaboratory an diesem Thema zusammen arbeiten. Zu letzterem läuft auch gerade noch eine Abstimmung, soweit ich das überblicke.</p>
<h2>#2 Netzneutralität in Strasburg</h2>
<p>Am 29. und 30. Mai findet in Strasburg ein &#8220;Event&#8221; zur Netzneutralität vom EP statt, die Einladung und das Programm ging über die internationale Liste – verbunden mit der Frage, ob jemand von uns dazu einen Vortrag halten will – ich würde sagen, wir wollen?! Nur auch hier, wer macht&#8217;s?! Gerne bei mir oder Christiana melden.</p>
<h2>#3 Bestandsdatenauskunft</h2>
<p>Der Innenausschuss des Bundesrats hat das Gesetz durchgewunken. Im Innenausschuss sitzen die FachministerInnen, also in der Regel die InnenministerInnen der Länder – eben fast alle SPD und CDU, insofern verwundert es nicht, dass das mit 15 von 16 Stimmen angenommen wurde. Jetzt fehlt nur noch der Bundesrat, der morgen gesamt abstimmt.</p>
<p>Patrick und andere hat &#8211; großen Dank! &#8211; E-Mails an einige PolitikerInnen geschrieben und die Antworten auf die ML weitergeleitet, Auszugszitate: Frank-Walter Steinmeier: &#8220;Klar ist: Wir brauchen die Bestandsdatenauskunft &#8211; aber nur in engsten Grenzen.&#8221; Innenministerium NRW: &#8220;Es wäre falsch, einen unversöhnlichen Gegensatz zu zeichnen zwischen effektiver Polizeiarbeit einerseits und dem Schutz der Bürgerrechte andererseits. Beides kann sehr wohl in ein ausgewogenes Verhältnis gebracht werden. Nach der Einschätzung von Minister Jäger geschieht dies durch den Gesetzentwurf.&#8221;</p>
<p>Im Zuge der BDA kam auch die Idee auf, mal nachzufragen, wie die großen Anbieter denn eigentlich unsere Passwörter speichern, sozusagen als Gegenmaßnahme zur Passwortabfrage der Polizei dann. Laut Meinungen von technisch versierteren Leuten als mir scheint das aber egal zu sein, weil mit Kontrolle über die Hardware sowieso so gut wie alle Daten &#8211; es sei denn, sie sind vom NutzerIn selbst verschlüsselt &#8211; abgegriffen werden können, auch ohne dass man es bemerkt. Hmpf. Dennoch gibt es einen Aufschlag im Pad: <a href="https://pad.foebud.org/akv-passwortsicherheitsabfragen">https://pad.foebud.org/akv-passwortsicherheitsabfragen</a></p>
<h2>#4 Kirchtentags-Treffen</h2>
<p>Seit gestern findet der evangelische Kirchentag in Hamburg statt. Michael hat angefragt, ob andere Leute von uns auch dort sind und Interesse an einem Treffen haben. Zumal es ein kleines Alternativprogramm (<a href="http://www.niqel.de/deserteur/klotzfestprogramm.pdf">http://www.niqel.de/deserteur/klotzfestprogramm.pdf</a>) gibt und Drohnen-de-Maiziere im Michel predigen darf: <a href="http://bewegung.taz.de/termine/der-herr-der-drohnen-predigt-im-michel">http://bewegung.taz.de/termine/der-herr-der-drohnen-predigt-im-michel</a> – das verdient meiner Meinung nach Applaus: <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/protest-gegen-bundeswehr-studenten-schreien-de-maiziere-nieder-a-893684.html#ref=rss">http://www.spiegel.de/politik/deutschland/protest-gegen-bundeswehr-studenten-schreien-de-maiziere-nieder-a-893684.html#ref=rss</a></p>
<h2>#5 Experten zur VDS der EU-Kommission</h2>
<p>Die Expertengruppe zur Vorratsdatenspeicherung wurde von der EU-Kommission neu besetzt. Wir hatten uns da ja auch mal drum beworben und gehofft, zumindest als Privatperson dort vertreten zu sein – Pustekuchen. Stattdessen ist jetzt raus, wer mitmachen darf. <a href="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/2013/04/25/die-eu-kommission-erklart-den-unterschied-zwischen-expertentum-und-der-engagierten-zivilgesellschaft/">http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/2013/04/25/die-eu-kommission-erklart-den-unterschied-zwischen-expertentum-und-der-engagierten-zivilgesellschaft/</a> Michael hat außerdem noch die Zusammensetzung der Gruppe gepostet:</p>
<blockquote><p>the new experts group shall include max. 20 people, containing:</p>
<p>- telecommunication industry (max. 5 people)</p>
<p>- law enforcement (max. 7 people)</p>
<p>- data protection authorities (max. 4 people)</p>
<p>- eu data protection authority (1 person)</p>
<p>- europol (1 person)</p>
<p>that&#8217;s at max. 18 people all together.</p></blockquote>
<p>Auf der AKV-ML herrschte Einigkeit darüber, dass es eine klassiche Vereinnahmung ist und wir als AKV dort nicht auftreten sollten. Aber dass wir gleich ganz ausgeschlossen werden, obwohl wir ja als Privatiers durchaus jemanden mit Expertenwissen hingeschickt hätten, ist dann doch ne miese Nummer.</p>
<h2>#6 Anti-Terror-Datei</h2>
<p>Das BVerfG hat entschieden: Ja, aber. Salamitaktik wie immer. Wir haben&#8217;s schon in die lange, lange Liste aufgenommen, dort auch mit Link zur Begründung. Wie immer behauptet auch die Bundesregierung, dass sie gewonnen hat. Wobei ich das Urteil als doch sehr zaghaft ansehe und mir mehr gewünscht hätte. Dass die Regierung allerdings so dreist ist, ist schon kurios. Immerhin sind wesentliche Teile als verfassungswidrig erklärt worden. Etwa die Aufnahme von Personen, die nicht wissen, dass sie Kontakte mit Terrorverdächtigen haben. <a href="http://www.daten-speicherung.de/wiki/index.php/Fakten_und_Zahlen_zur_%C3%9Cberwachung#Verfassung">http://www.daten-speicherung.de/wiki/index.php/Fakten_und_Zahlen_zur_%C3%9Cberwachung#Verfassung</a></p>
<h2>#7 Privacy-Camp in Brüssel</h2>
<p>EDRi privacy camp and activist safari, which will take place from 13-15 May 2013 in Brussels. On 13 May, the privacy camp will take place from 10:00 – 18:00 at the Institute of Cultural Affairs in Belgium (ICAB), Rue Amedee Lynen 8, 1210 Brussels.</p>
<p>Es gibt wohl die Möglichkeit eines Reisekostenzuschusses und vom 14 bis 15. Mai werden ParlamentarierInnen zu gesprächen eingeladen bzw. man lädt sich ins EP zu denen ein. Kontakt ist: *protected email*, Deadline ist heute!</p>
<h2>#8 Leitfaden zur Verkehrsdatenspeicherung</h2>
<p>An diesen Leitfaden hält sich anscheinend so gut wie niemand, das muss mal gesagt werden. Tun wir hiermit: <a href="https://pad.foebud.org/Leitfaden-PM-AKVDS.">https://pad.foebud.org/Leitfaden-PM-AKVDS.</a> Aber sollte dann auch als PM raus. Vielen Dank an alle Macher und Macherinnen!</p>
<h2>#9 Aus den Ortsgruppen</h2>
<p>##1 Hamburg Die Pavillon-Lage hat sich noch nicht ganz geklärt. Man weiß zwar, wo er sein soll, aber ob der da ist oder in welchem Zustand, ist offen. Da müsste mal jemand vorbeischauen?!</p>
<p>##2 Hannover Am 4.5. (Samstag) findet ab 14 uhr eine debian-release-und-installations-party im leinelab statt: <a href="http://leinelab.de/projekte:linuxinstallparty">http://leinelab.de/projekte:linuxinstallparty</a></p>
<p>##3 Berlin Vortrag: DIe Polizei im Neoliberalismus. Do 2.5. um 19:00 Uhr im k-fetisch (Wildenbruchstr. 86, U Rathaus Neukölln, rolligerecht) mit: Jenny Künkel, Volker Eick, Kendra Briken</p>
<h2>#10 links</h2>
<p>Was, um sich den Tag zu vermiesen: Andre Schulz, Vorsitzender des &#8220;Bund deutscher Kriminalbeamter&#8221;: <a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2013/04/19/dlf_20130419_0816_d27ea000.mp3">http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2013/04/19/dlf_20130419_0816_d27ea000.mp3</a></p>
<p>Und es geht gleich weiter: <a href="http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Ministerium/innenpolitische_bilanz.pdf?__blob=publicationFile">http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Ministerium/innenpolitische_bilanz.pdf?__blob=publicationFile</a></p>
<p>Blogbeitrag über Facebook, die Politik und den Leitfaden für Politiker <a href="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/2013/04/19/facebook-lehrmeister-der-popular-demokratie/">http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/2013/04/19/facebook-lehrmeister-der-popular-demokratie/</a> und eine Pressemitteilung des ULD dazu: <a href="https://www.datenschutzzentrum.de/presse/20130419-facebook-dreist.htm">https://www.datenschutzzentrum.de/presse/20130419-facebook-dreist.htm</a></p>
<p>Geruchsproben waren gestern, heute gibts Stimmproben: <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Apple-bewahrt-Siri-Daten-bis-zu-zwei-Jahre-lang-auf-1846278.html">http://www.heise.de/newsticker/meldung/Apple-bewahrt-Siri-Daten-bis-zu-zwei-Jahre-lang-auf-1846278.html</a> <a href="http://www.technologyreview.com/news/427790/ibm-faces-the-perils-of-bring-your-own-device/">http://www.technologyreview.com/news/427790/ibm-faces-the-perils-of-bring-your-own-device/</a></p>
<p>Normalerweise link ich wenig auf Heise hier, weil ich denke, dass das eh viele lesen. Aber eine Erfolgsmeldung darf dann doch auch mal sein: <a href="http://heise.de/-1848654">http://heise.de/-1848654</a></p>
<h2>#11 Termine</h2>
<p>3.–5. Mai 2013: AktiVKongreZ in Hattingen Karten: <a href="https://shop.foebud.org/aktivcongrez2013-1.html?xploidID=147880a96e6a6e87fd027efa0fa496e0">https://shop.foebud.org/aktivcongrez2013-1.html?xploidID=147880a96e6a6e87fd027efa0fa496e0</a></p>
<p>6.–8. Mai 2013: re:publica in Berlin Karten: <a href="http://re-publica.de/tickets">http://re-publica.de/tickets</a></p>
<p>Seminareinladung &#8220;Sich einmischen&#8221;, 24. bis 26. Mai Ein Seminar, das Wissen rund um Bürgerbeteiligung vermitteln möchte. Es geht darum, die Strukturen kennen zu lernen, mit denen ich zu tun habe, wenn ich mich kommunalpolitisch einmische, außerdem um Strategien zur Umsetzung. Vorkenntnisse sind nicht nötig. Die Teilnahme ist kostenlos. <a href="http://www.projektwerkstatt.de/termine">http://www.projektwerkstatt.de/termine</a></p>
<p>Am 25.5. (sa) findet in Kassel das zweite real-life-treffen der drohnen-kampagne statt: <a href="http://drohnen-kampagne.de/files/2013/04/Einladung-2tes-Drohnentreffen-25-5-2013-Kassel.pdf">http://drohnen-kampagne.de/files/2013/04/Einladung-2tes-Drohnentreffen-25-5-2013-Kassel.pdf</a> bzw. <a href="http://drohnen-kampagne.de/informationen-materialien/aktuelles/">http://drohnen-kampagne.de/informationen-materialien/aktuelles/</a></p>
<p>Liebe Frühlings-Grüße</p>
<p>Dennis von digitalcourage</p>
<h2>Mitmachen</h2>
<p>Um beim AK Vorrat mitzumachen/mitzulesen, <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/685/244/lang,de/">hier klicken</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/2013/05/03/wochenblick-kw-17-und-18-wahlprufsteine-bestandsdatenauskunft-experten-zur-vds-privacy-camp/feed/</wfw:commentRss>
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		<title>Anbieter wollen Leitfaden zur Verkehrsdatenspeicherung ignorieren</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Apr 2013 14:11:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina Nocun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[IP-Adressen]]></category>
		<category><![CDATA[Leitfaden]]></category>
		<category><![CDATA[Telekom]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehrsdaten]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Telekommunikationsanbieter wollen sich offensichtlich nach eigenen Aussagen nicht an die Vorgaben des Bundesdatenschutzbeauftragten zur Speicherung von Verbindungsdaten halten. In Bezug auf volumenabhängige Abrechnungsmodelle kann dies bedeuten, dass womöglich doch die IP-Adresse gespeichert und bei diesen Tarifen eine private Vorratsdatenspeicherung stattfinden wird. Zwar wird die Speicherung von IP-Adressen im &#8220;Leitfaden zur Verkehrsdatenspeicherung&#8221; von Bundesdatenschutzbeauftragten und [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="magicdomid29">Die Telekommunikationsanbieter wollen sich offensichtlich nach eigenen Aussagen nicht an die Vorgaben des Bundesdatenschutzbeauftragten zur Speicherung von Verbindungsdaten halten. In Bezug auf volumenabhängige Abrechnungsmodelle kann dies bedeuten, dass womöglich doch die IP-Adresse gespeichert und bei diesen Tarifen eine private Vorratsdatenspeicherung stattfinden wird. Zwar wird die Speicherung von IP-Adressen im &#8220;<a href="http://www.bfdi.bund.de/DE/Oeffentlichkeitsarbeit/Pressemitteilungen/2012/20_LeitfadenSpeicherungVonTKVerkehrsdaten.html">Leitfaden zur Verkehrsdatenspeicherung</a>&#8221; von Bundesdatenschutzbeauftragten und Bundesnetzagentur <a href="http://kattascha.de/?p=1087">untersagt</a> (wobei trotzdem deutlich mehr Datenspeicherung als bei einfachen Flatrates als &#8220;Best Practise&#8221; erlaubt wird), doch die Stellungnahmen der Telekommunikationsanbieter sprechen eine deutliche Sprache. Diese sehen den Leitfaden lediglich als &#8220;Empfehlung&#8221; &#8211; an die sie sich nicht zwingend halten müssen, <a href="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/2012/10/12/korrigierter-leitfaden-zur-speicherung-von-verkehrsdaten-veroffentlicht/#Dokumentation">wenn es nicht zum Geschäftskonzept passt</a>.</div>
<div id="magicdomid30"></div>
<div id="magicdomid31"><strong>Vorgeschichte des Leitfadens</strong></div>
<div id="magicdomid33">2012 tauchte im Netz ein Leitfaden zur Datenabfrage der Staatsanwaltschaft auf, in dem detailliert beschrieben wurde, welche Daten durch Behörden bei welchen Anbietern abgefragt werden dürfen. Pikantes Detail: Bei der Auflistung wurde deutlich, dass die Anbieter bei weitem mehr Daten über ihre Kunden erfassen und sie weitaus länger speichern als bisher bekannt. Insbesondere nicht abrechnungsrelevante Daten wie etwa die Funkzelle wurden weitaus länger gespeichert als zulässig. Mit Hilfe der Daten lässt sich durch diese private Vorratsdatenspeicherung ein umfangreiches Bewegungs- und Persönlichkeitsprofil der Nutzer erstellen. Und der Staat greift bei diesen Vorratsdaten eifrig zu. Der Berliner Rechtsanwalt Meinhard Starostik reichte daraufhin Klage gegen Vodafone ein, weil eine rechtlich nicht zulässige Speicherung der Bewegungsdaten seiner Mandantin erfolgt. Der Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit und die Bundesnetzagentur haben reagiert und einen Leitfaden zur datenschutzgerechten Speicherung von Verkehrsdaten bei den Telekommunikationsanbietern erarbeitet. Der Leitfaden wird von Daten- und Verbraucherschützern als unzureichend und dem Gesetz nicht entsprechend kritisiert.</div>
<div id="magicdomid34"></div>
<div id="magicdomid35"><strong>Positionen der Telekommunikationsanbieter</strong></div>
<div id="magicdomid37">Durch eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz sind nun Dokumente der Telekommunikationsanbieter Telefonica, VATM und Deutsche Telekom freigegeben worden, in denen die Unternehmensvertreter vorab ankündigen, die Vorgaben selbst des wegen seiner Weite umstrittenen Leitfadens nicht erfüllen zu wollen.</div>
<div id="magicdomid40"></div>
<div id="magicdomid41">Die <a href="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/wp-content/uploads/2013/04/Leitfaden_Telekom.pdf">Deutsche Telekom AG weiß genau was sie will</a> &#8211; und was nicht: &#8220;Wir möchten allerdings festhalten, dass es der Deutschen Telekom nicht vollumfänglich möglich ist, die jeweiligen Empfehlungen zur Speicherdauer, abweichend von der gesetzlichen Speicherfrist aus dem Leitfaden umzusetzen, da es sachliche Gründe für eine längere Speicherfrist als im Leitfaden empfohlen gibt. Dies betrifft beispielsweise die Abrechnung mit anderen Carriern auf der Grundlage des §<a href="http://dejure.org/gesetze/TKG/97.html" title="&sect; 97 TKG: Entgeltermittlung und Entgeltabrechnung">97</a> Abs.4 TKG, wie bereits ausführlich mit ihrem Haus diskutiert.&#8221;</div>
<div id="magicdomid42"></div>
<div id="magicdomid45"><a href="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/wp-content/uploads/2013/04/Leitfaden_Telefonica.pdf">Telefonica will sich die Rosinen aus dem Leitfaden picken</a> und muss erst mal schauen, was davon sie umsetzen möchte: &#8220;Wir werden die enthaltenen Empfehlungen prüfen und umsetzen, soweit dieses möglich ist, technische Restriktionen nicht entgegenstehen und auch ein Speicherzweck nicht mehr gegeben ist.</div>
<div id="magicdomid46">Bei der Umsetzung der Empfehlung hinsichtlich der Interconnectiondaten wird eine Anpassung aus den bereits dargelegten Gründen, wie unternehmensinternen Prozessabläufen und IC-Verträgen nicht möglich sein.&#8221;</div>
<div id="magicdomid47"></div>
<div id="magicdomid50"><a href="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/wp-content/uploads/2013/04/Leitfaden_VATM.pdf">VATM ist gar nicht gut auf den Leitfaden zu sprechen</a> und fordert für einige Daten eine Speichererlaubnis für rund sechs Monate: &#8220;Eine Verkürzung der Speicherdauer verhindert die Aufklärung von Systemfehlern. Um Systemfehler zu erkennen und beseitigen zu können bedarf es eines Zeitraums von 6 Monaten. Können die Ursachen von Systemfehlern nicht erkannt und somit beseitigt werden, so führt dies zu Ungenauigkeiten in der Abrechnung. Somit würde der Anbieter Gefahr laufen, das notwendige Zertifikat gem. § <a href="http://dejure.org/gesetze/TKG/45g.html" title="&sect; 45g TKG: Verbindungspreisberechnung">45 g</a> TKG nicht zu erhalten und die BNetzA wäre gem. § <a href="http://dejure.org/gesetze/TKG/126.html" title="&sect; 126 TKG: Untersagung">126</a> TKG befugt, dem Telekommunikationsanbieter den Dienst zu untersagen.&#8221;</div>
<div id="magicdomid51"></div>
<div id="magicdomid52"><strong>Telekommunikationsanbieter wollen bestehende Systeme oft nicht ändern</strong></div>
<div id="magicdomid54">Aus den Antworten der Telekommunikationsanbieter geht hervor, dass diese nicht bereit sind, ihre derzeitigen Systeme auf eine datensparsame Datenverarbeitung umzustellen. Der Leitfaden für die Speicherung von Verbindungsdaten ist in eingen Punkten weniger datenschutzfreundlich ausgefallen, als etwa Datenschutzverbände wie der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung gefordert hatten. Insbesondere bei der Frage, welche Daten bei Verbindungen zwischen unterschiedlichen Diensten erfasst werden (Interconection), haben sich die Telekommunikationsanbieter wohl weitgehend durchgesetzt. Bedenklich ist vor allem, dass einige Anbieter in ihren Antworten darauf abstellen, der Leitfaden hätte lediglich den Charakter einer Empfehlung, die in den Punkten, in denen es nicht zum Geschäftskonzept und zu derzeitigen unternehmensinternen Abläufen passt, nicht umgesetzt werden sollen.</div>
<div id="magicdomid55"></div>
<div id="magicdomid56">Ein Leitfaden scheint daher keine wirksame Lösung zu sein, um die Telekommunikationsanbieter zu datensparsamen Geschäftsmodellen zu verpflichten, auch wenn er ein erster Schritt in die richtige Richtung ist. Auf Selbstregulierung ist hier kein Verlass: Der Bundesdatenschutzbeauftragte und die Bundesnetzagentur müssen jetzt mit Zwangsmitteln und Bußgeldern das Telekommunikations-Datenschutzrecht durchsetzen.</div>
<div id="magicdomid57"></div>
<div id="magicdomid58"></div>
<div id="magicdomid62"><strong>Quellen: </strong></p>
<ul>
<li><a href="https://blog.vorratsdatenspeicherung.de/wp-content/uploads/2013/04/Leitfaden_E-Mails.pdf">E-Mail-Austausch über den Inhalt des Leitfadens</a></li>
<li><a href="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/wp-content/uploads/2013/04/Leitfaden_Vermerk.pdf">Entwurf des Leitfadens vom 28.02.2012</a></li>
<li><a href="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/wp-content/uploads/2013/04/Leitfaden_Auswertung_d_Stellungnahmen.pdf">Auswertung der Stellungnahmen vom 07.03.2012</a></li>
<li><a href="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/wp-content/uploads/2013/04/Leitfaden_Speicherung_Verkehrsdaten-Entwurf.pdf">Entwurf des Leitfadens vom 07.03.2012</a></li>
<li><a href="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/wp-content/uploads/2013/04/Leitfaden_Protokoll_Jour_Fixe_TOP1.pdf">Protokoll des Jour Fixe am 22.03.2012</a></li>
<li><a href="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/wp-content/uploads/2013/04/Leitfaden_Entwurf_26.03.12.pdf">Entwurf des Leitfadens vom 26.03.2012</a></li>
<li><a href="https://blog.vorratsdatenspeicherung.de/wp-content/uploads/2013/04/Leitfaden_E-Mails.pdf">Weiterer E-Mail-Austausch über den Inhalt des Leitfadens</a></li>
<li><a href="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/wp-content/uploads/2013/04/Leitfaden_Kabel-Deutschland.pdf">Stellungnahme von Kabel Deutschland vom 30.04.2012</a></li>
<li><a href="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/wp-content/uploads/2013/04/Leitfaden_Telefonica.pdf">Stellungnahme von Telefonica vom 30.04.2012</a></li>
<li><a href="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/wp-content/uploads/2013/04/Leitfaden_Unity-Media.pdf">Stellungnahme vom Unitymedia vom 31.05.2012</a></li>
<li><a href="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/wp-content/uploads/2013/04/Leitfaden_E+.pdf">Stellungnahme von Eplus vom 31.05.2012</a></li>
<li><a href="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/wp-content/uploads/2013/04/Leitfaden_Telekom.pdf">Stellungnahme der Telekom vom 01.06.2012</a></li>
<li><a href="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/wp-content/uploads/2013/04/Leitfaden_VATM.pdf">Stellungnahme des VATM-Verbands vom 04.06.2012</a></li>
<li><a href="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/wp-content/uploads/2013/04/Leitfaden_eco.pdf">Stellungnahme des eco-Verbands vom 07.06.2012</a></li>
<li><a href="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/wp-content/uploads/2013/04/Leitfaden_BNetzA_09.08.12.pdf">Stellungnahme der Bundesnetzagentur vom 09.08.2012</a></li>
<li><a href="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/wp-content/uploads/2013/04/Leitfaden_Praesentation_28._JF-TK.pdf">Präsentation des Leitfadens am 27.09.2012 (Entwurf)</a></li>
<li><a href="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/wp-content/uploads/2013/04/Leitfaden_Praesentation.pdf">Präsentation des Leitfadens am 27.09.2012 (weiterer Entwurf)</a></li>
<li><a href="http://www.vatm.de/uploads/media/2012-10-22_VATM_Stellungnahme_BfDI_Nachgang_JF_HH.pdf">Stellungnahme des VATM vom 22.10.2012</a></li>
<li><a href="https://www.bfdi.bund.de/SharedDocs/Publikationen/Arbeitshilfen/LeitfadenZumSpeichernVonVerkehrsdaten.pdf?__blob=publicationFile">Leitfaden vom 19.12.2012</a></li>
<li><a href="http://blog.vorratsdatenspeicherung.de/wp-content/uploads/2012/10/KorrigierterLeitfadenZumSpeichernVonVerkehrsdaten.pdf">Korrigierter Leitfaden</a></li>
</ul>
</div>
<div id="magicdomid90">
<p><em>Dieser Text gibt die persönliche Meinung der Autorin Katharina Nocun wieder und stellt keine Mitteilung des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung dar.<br />
</em></p>
</div>
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		<title>NRW-Innenminister Jäger verteidigt Bestandsdatengesetz</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Apr 2013 19:42:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick Breyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bestandsdaten]]></category>
		<category><![CDATA[Bestandsdatenauskunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Woche vor der entscheidenden Abstimmung verteidigt der nordrhein-westfälische Innenminister Jäger (SPD) das umstrittene Gesetz zur Auskunft über Identität und Passwörter von Handy- und Internetnutzern. Im Internet werde teilweise &#8220;der Inhalt, die rechtliche Bedeutung und die tatsächliche Tragweite der geplanten Neuregelungen unzutreffend interpretiert&#8221;. Das Gesetz bringe effektive Polizeiarbeit und den Schutz der Bürgerrechte in ein [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Woche vor der entscheidenden Abstimmung <a href="https://vds.blnma.de/forum/viewtopic.php?pid=6">verteidigt</a> der nordrhein-westfälische Innenminister Jäger (SPD) das umstrittene Gesetz zur Auskunft über Identität und Passwörter von Handy- und Internetnutzern. <strong>Im Internet werde teilweise &#8220;der Inhalt, die rechtliche Bedeutung und die tatsächliche Tragweite der geplanten Neuregelungen unzutreffend interpretiert&#8221;.</strong> Das Gesetz bringe effektive Polizeiarbeit und den Schutz der Bürgerrechte in ein &#8220;ausgewogenes Verhältnis&#8221;.</p>
<p>Damit hängt das Votum Nordrhein-Westfalens von den mitregierenden Grünen ab: Diese können nach dem Koalitionsvertrag eine Enthaltung des Landes im Bundesrat erzwingen. <strong>Wenn sich alle Länder, an deren Regierung Grüne oder Linke beteiligt sind, plus ein weiteres Land (z.B. das SPD-regierte Hamburg) enthalten, fehlt dem Gesetz die Mehrheit.</strong></p>
<p>Das rot-grün regierte Niedersachsen hat sich bereits im Innenausschuss enthalten, Schleswig-Holstein wird dem Gesetz ebenfalls nicht <a href="http://fraktion.piratenpartei-sh.de/patrick-breyer-schleswig-holstein-fordert-nachbesserungen-an-gesetz-zur-bestandsdatenauskunft/">zustimmen</a>. Wie sich die übrigen Länder verhalten werden, ist noch nicht bekannt (Antworten werden <a href="http://vds.blnma.de/forum.htm">hier</a> gesammelt). Die entscheidende Kabinettssitzung findet Anfang nächster Woche statt.</p>
<p>So könnt ihr helfen:</p>
<ul>
<li><a href="http://vds.blnma.de/">Schreibt den Ministern, warum sie das Gesetz stoppen sollen</a></li>
<li><a href="http://bda.protestwiki.de/wiki/Orte">Kommt zu den bundesweiten Demos in über 10 Orten gegen die Bestandsdatenauskunft am Samstag</a></li>
</ul>
<p>Weitere Infos: <a href="http://www.bestandsdatenauskunft.de">bestandsdatenauskunft.de</a></p>
<p><em>Dieser Text gibt die persönliche Meinung des Autors Patrick Breyer wieder und stellt keine Mitteilung des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung dar.<br />
</em></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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